
Der Landkreis Mittelsachsen begrüßt den jetzt gefassten Beschluss des Kabinetts zum Projekt Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge. Mit einem eindeutig positiven Ergebnis beauftragte der mittelsächsische Kreistag den Landrat am 22. Juni 2011, den öffentlich-rechtlichen Vertrag zum „UNESCO-Welterbe-Projekt Montanregion Erzgebirge“ abzuschließen und stellte gleichzeitig die erforderlichen Finanzmittel bereit. „Die Entscheidung des Kabinetts bestätigt letztendlich die Entscheidung des Kreistages. Es freut uns besonders, dass das Projekt mit den tschechischen Partnern unterstützt wird“, so Landrat Volker Uhlig.
Aus seiner Sicht wird der gesamte Landkreis von dem Titel profitieren. Seit 2003 war der frühere Landkreis Freiberg und seit 2008 der Landkreis Mittelsachsen in den Vorbereitungen für das Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge unmittelbar beteiligt. Die Verschiebung der Antragsstellung entgegen der Planung um ein Jahr sei vertretbar, da damit die Möglichkeit einer gemeinsamen Antragstellung mit den tschechischen Partnern auf Augenhöhe gegeben ist. Die sächsische Staatsregierung befürwortet einen gemeinsamen Antrag der Montanregion Erzgebirge mit Tschechien auf Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste.
„Was einst als kleine Idee begann, begeistert nun eine ganze Region über Landkreisgrenzen hinweg und die heutige Vertragsunterzeichnung in Altenberg zeigt dies nochmal deutlich“, so der Landrat Uhlig. Inmitten einer historischen Kulisse haben er und der Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Michael Geisler am 26. Januar die Beitrittserklärung des Landkreises zum öffentlich-rechtlichen Vertrag UNESCO-Welterbe-Projekt „Montanregion Erzgebirge“ unterzeichnet. Zu der Veranstaltung hatte der Bürgermeister der Stadt Altenberg Thomas Kirsten in das Bergbaumuseum eingeladen, das sich mitsamt der Schauanlage als Zeugnis des Altenberger Bergbaus auf der Liste der geplanten Welterbe-Objekte befindet. Neben Vertretern aus Ministerien und Landratsämtern wohnten auch die Projektpartner im Welterbekonvent der Vertragsunterzeichnung bei. „Der aktuelle Beitritt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist das Bekenntnis eines weiteren Landkreises für die Montanregion Erzgebirge, die sich vor allem wegen des Facettenreichtums auszeichnet und deshalb weltweit einmalig ist“, unterstreicht der Sprecher des Welterbekonvents Volker Uhlig.
Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte der Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dem Beitritt zum öffentlich-rechtlichen Vertrag mit großer Mehrheit zugestimmt. Mit einer Beteiligung an der Trägerschaft des Projektes unterstützt dieser Landkreis das Welterbevorhaben nicht nur finanziell. Dem Vertragsbeitritt soll auch eine organisatorische Mitarbeit im Konvent folgen. „Ich bin der Meinung, dass der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit der Montanregion Erzgebirge, der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und den Umgebindelandschaften über drei potenzielle Welterbestätten verfügt, deren touristischer Mehrwert ein gewaltiges überregionales Potenzial besitzt. Durch den Erhalt der Welterbe-Titel erwarte ich für unseren Landkreis einen positiven Marketingeffekt sowie noch mehr internationales Interesse an der Region", erklärte Landrat Michael Geisler zum Vertragsbeitritt.
An der Trägerschaft für das Welterbe-Projekt beteiligen sich nunmehr die drei Landkreise Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie 33 Städte und Gemeinden der Region.